
Kognitive Verzerrungen, sogenannte Biases, beeinflussen unser Denken und Handeln oft unbewusst, da das Gehirn evolutionär bedingte Denkabkürzungen nutzt. Der Bestätigungsfehler führt dazu, dass wir Informationen bevorzugen, die unser bestehendes Weltbild stützen, während der Ankereffekt zeigt, wie zufällige Zahlenwerte unsere Schätzungen und Verhandlungen massiv verzerren können. Der Survivorship-Bias verzerrt Statistiken, indem er nur erfolgreiche Fälle betrachtet und so falsche Schlüsse über Risiken oder Erfolgsaussichten zulässt. Das Verständnis dieser Mechanismen ermöglicht es, sie entweder bewusst zu umgehen oder durch gezieltes Nudging – das sanfte Anstupsen in eine bestimmte Richtung – im Alltag vorteilhaft einzusetzen. Ob bei Gehaltsverhandlungen oder im Supermarkt: Wer die Funktionsweise dieser Denkfallen kennt, kann rationale Entscheidungen besser von manipulativen Einflüssen unterscheiden und die eigene Urteilsfähigkeit stärken.
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