19 Sept 2025
22m

Reverse Relative Age Effect | Studie des Monats

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Jugendfußball

Der Relative Age Effect (RAE) benachteiligt im Jugendfußball systematisch Spieler, die spät im Jahr geboren sind, da körperliche Reife in jungen Jahren oft fälschlicherweise mit Talent gleichgesetzt wird. Eine aktuelle Studie von Biermann et al. (2024) belegt jedoch einen „Reverse Relative Age Effect“: Spieler, die trotz dieses anfänglichen Selektionsnachteils den Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum schaffen, weisen im Erwachsenenalter überproportional häufig längere und erfolgreichere Profikarrieren auf. Diese „Underdogs“ kompensieren frühe körperliche Defizite durch überdurchschnittliche technische, taktische und mentale Fähigkeiten. Trainer sollten daher bei der Kaderplanung nicht nur kurzfristige körperliche Überlegenheit bewerten, sondern langfristige Entwicklungspotenziale fördern. Strategien wie Bio-Banding oder eine bewusste Sensibilisierung für Geburtsmonate helfen dabei, Talente nicht vorschnell auszusortieren und das volle Potenzial spätgeborener Spieler zu nutzen, die sich durch ihre frühe Anpassungsleistung als besonders widerstandsfähig erweisen.

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