Vermögenspreise sind in den letzten 20 Jahren in der westlichen Welt deutlich schneller gestiegen als die Realeinkommen, was den sozialen Aufstieg durch Arbeit und Sparen massiv erschwert. Diese Entwicklung, maßgeblich getrieben durch eine expansive Geldpolitik der Zentralbanken, führt zu einer Entwertung von Leistungsanreizen und verstärkt gesellschaftliche Spannungen. Dr. Philipp Immenkötter vom Flossbach von Storch Research Institute verdeutlicht anhand des Vermögenspreisindex, dass insbesondere Immobilien und Betriebsvermögen überproportional an Wert gewonnen haben, während die Mittelschicht durch die hohen Hürden beim Vermögensaufbau zunehmend abgehängt wird. Zukünftig droht durch demografische Effekte und eine mögliche Zinswende eine reale Entwertung dieser Vermögenswerte relativ zu den Einkommen. Um die soziale Stabilität zu wahren, ist eine Politik erforderlich, die den Vermögensaufbau für breite Bevölkerungsschichten erleichtert und die einseitige Begünstigung von Asset-Besitzern durch die bisherige Geldpolitik beendet.
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