Verhandeln wie ein Profi – mit Matthias Schranner, Commander
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Verhandlungstaktiken in Extremsituationen erfordern Struktur, Zeitdruck und den Verzicht auf emotionale Erwartungen. Matthias Schranner, Gründer des Schranner Negotiation Institute und ehemaliger FBI-Verhandlungsführer, verdeutlicht, dass rationale Argumente in Konflikten oft scheitern, da sie zu einer emotionalen Rechthaberei führen. Stattdessen sollten Verhandler klare Phasen definieren und Forderungen präzise formulieren, ohne sich in Selbstverhandlungen zu verlieren. Am Beispiel der Räumung in Lützerath zeigt sich, dass eine professionelle Verhandlungsführung durch das Setzen von Zeitfenstern und das Einnehmen einer Commander-Rolle deeskalierend wirkt. Wesentlich ist dabei die „Willingness to walk away“: Wer keine Schmerzgrenze definiert, verliert seine Verhandlungsmacht. Professionelle Verhandler vermeiden zudem den Versuch, das Gegenüber zu überzeugen, und fokussieren sich stattdessen auf die Lösung des Konflikts durch strategische Klarheit und den bewussten Einsatz von Forderungen, um Spielraum für Einigungen zu schaffen.
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