Datenschutz ist kein KI-Verhinderer: Warum die DSGVO eigentlich euer bester Verbündeter ist | Dr. Sebastian Kraska, Rechtsanwalt und externer Datenschutzbeauftragter
AI to the DNA
Datenschutz dient in Unternehmen häufig als Vorwand, um die Einführung von KI-Technologien zu blockieren, obwohl ein rechtskonformer Einsatz bei Einhaltung grundlegender Standards möglich ist. Dr. Sebastian Kraska, Experte für Datenschutzrecht, betont, dass der Abschluss von Auftragsverarbeitungsverträgen und die Deaktivierung des Modelltrainings mit Unternehmensdaten die zentralen Voraussetzungen für den sicheren Einsatz von KI-Tools bilden. Während die US-Datenhaltung aufgrund politischer Abkommen rechtlich zulässig ist, bleibt die Abhängigkeit von US-Anbietern ein strategisches Risikomanagement-Thema. Besonders bei agentischen Systemen, die autonom agieren, ist die menschliche Letztentscheidung („Human-in-the-loop“) essenziell, um Haftungsfragen zu klären und gesellschaftliche Risiken zu minimieren. Statt sich in der Komplexität der KI-Verordnung zu verlieren, sollten Unternehmen den Fokus auf das „kleine Einmaleins“ des Datenschutzes legen, um Innovationen ohne rechtliche Blockaden voranzutreiben.
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