271. Zeitspiele in Organisationen (Jonas Geissler)
Organisationen entwickeln. becomebetter podcast
Zeit in Organisationen wird häufig falsch gehandhabt, weil zwischen dem „Spiel“ – den strukturellen Mustern – und den „Spielern“ – den Individuen – nicht unterschieden wird. Der Zeitberater Jonas Geissler verdeutlicht, dass Organisationen oft in einem „rasenden Stillstand“ verharren, in dem operative Hektik strategische Reflexion verhindert. Führungskräfte sollten daher als „Zeitraumgestalter“ fungieren, die gezielt Räume für Innovation und Fokus schaffen. Zentrale Dysfunktionen entstehen durch die falsche Nutzung asynchroner Medien als synchrone Kommunikationskanäle und den kulturellen Zwang zur ständigen Erreichbarkeit. Ein gelingender Umgang mit Zeit erfordert den Übergang von einem rein taktgetriebenen, industriellen Zeitverständnis hin zu einem Rhythmus, der Pausen und Übergänge bewusst integriert. Durch die Gestaltung dieser Zeiträume lassen sich operative Hektik reduzieren und wirksamere Arbeitsweisen etablieren, die Qualität statt bloßer Quantität in den Mittelpunkt stellen.
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