01 Jun 1992
1h 8m

Einführung in die Systemtheorie 11

Podcast cover

Carl-Auer autobahnuniversität

Niklas Luhmanns Vorlesung beginnt mit der Frage nach dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, einem klassischen Thema seit dem 18. Jahrhundert. Erörtert wird, wie sich der Begriff des Individuums gewandelt hat und wie die Soziologie mit der Spannung zwischen Individualität und gesellschaftlichen Strukturen umgeht. Luhmann kritisiert den Handlungsbegriff als Verleimungsfunktion zwischen Individuum und Gesellschaft und argumentiert, dass die Systemtheorie eine neue Perspektive bietet, indem sie den Menschen als Teil der Umwelt des sozialen Systems betrachtet. Er analysiert den Begriff der Emergenz und die Schwierigkeiten, Individuen und Gesellschaft zu kombinieren, wobei er auf den Aufsatz von Will Martens eingeht. Abschließend diskutiert Luhmann den Begriff der Interpenetration und wie Systeme auf die Komplexitätsleistungen ihrer Umwelt reagieren, wobei er die Paradoxie betont, dass das Abwesende präsent ist.

Outlines

Part 1: Historischer Kontext und Subjektbegriff

Part 2: Handlungs- und Rollentheorie

Part 3: Abgrenzung und Motivation des Handelns

Part 4: Systemtheoretische Neuausrichtung

Part 5: Operationen und Beobachtung

Part 6: Emergenz und Kommunikation

Part 7: Interpenetration und Komplexität

Sign in to continue reading, translating and more.

Open full episode in Podwise