Die Verwundbarkeit europäischer Stromnetze steht im Fokus, verdeutlicht durch den großflächigen Blackout in Spanien und Portugal im April 2025. Dr. Daniel Stelter und der Krisenvorsorge-Experte Herbert Saurugg analysieren, wie die Energiewende durch den Wegfall konventioneller Kraftwerke und deren rotierender Massen die Netzstabilität gefährdet. Diese Trägheitsreserven sind essenziell, um Frequenzschwankungen auszugleichen, doch ihre Abnahme macht das System anfälliger für kaskadierende Ausfälle. Da moderne Infrastrukturen wie Wasserversorgung, Kommunikation und Gesundheitswesen bei einem Stromausfall innerhalb weniger Tage kollabieren, bleibt die gesellschaftliche Resilienz kritisch gering. Die Experten mahnen daher zur individuellen Krisenvorsorge, da staatliche Kapazitäten im Ernstfall nicht ausreichen, um die Versorgung der Bevölkerung über einen Zeitraum von mehr als drei Tagen sicherzustellen. Eine persönliche Bevorratung für mindestens 14 Tage ist angesichts der zunehmenden Systemrisiken dringend geboten.
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