23 Apr 2023
1h 42m

Wohnungsmarkt statt Wohnungsnot

Podcast cover

bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter

Der deutsche Wohnungsmarkt leidet unter massiven Verzerrungen durch staatliche Eingriffe wie Mietpreisbremsen und Mietspiegel, die zu einer ineffizienten Flächennutzung führen. Während Bestandsmieter aufgrund künstlich niedriger Mieten in zu großen Wohnungen verharren, finden Familien und Geringverdiener in Ballungszentren kaum bezahlbaren Raum. Der Immobilienökonom Professor Steffen Sebastian plädiert für eine Abkehr von der Gießkannen-Subventionierung hin zu einer zielgerichteten Wohngeldförderung für Bedürftige. Durch eine marktnähere Gestaltung der Mietspiegel und den Abbau von Kappungsgrenzen soll der „Lock-in-Effekt“ gemildert werden, um Wohnraum besser zu verteilen. Ergänzend bleibt der Neubau essenziell, um auf die anhaltende Zuwanderung zu reagieren. Die aktuelle Wohnungskrise ist somit primär politisch hausgemacht, da die Interventionsspirale notwendige Marktsignale unterdrückt und Investitionen in den Bestand sowie in neue Kapazitäten systematisch erschwert.

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