Die steigenden Kosten und Durchfallquoten beim Erwerb des Führerscheins stehen im Zentrum einer aktuellen Debatte auf dem Verkehrsgerichtstag. Während die Anzahl der Theoriefragen auf fast 1.200 angestiegen ist und jeder dritte Prüfling scheitert, fordern Fahrlehrer und Experten eine Reform der Ausbildung statt bloßer Kostensenkungen. Stefan Grieger vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat betont, dass die Ausbildungsqualität Vorrang vor einer Preisreduzierung haben muss, da vor allem wiederholte Prüfungen die Kosten auf bis zu 4.000 Euro treiben. Vorgeschlagene Lösungsansätze umfassen die Einführung eines Referenzlehrplans zur Effizienzsteigerung, die Entschlackung des Fragenkatalogs mit Fokus auf Gefahrenwahrnehmung sowie die Vereinfachung der Fahrzeugklassen, etwa durch die Aufhebung der Trennung zwischen Schalt- und Automatikgetriebe. Trotz politischer Forderungen nach günstigeren Tarifen verhindern Personalmangel und hohe Betriebskosten kurzfristige Preissenkungen, weshalb eine gezielte Unterstützung prüfungsrelevanter Kompetenzen als nachhaltigster Weg zur Kostenkontrolle gilt.
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