Die gezielte Zerstörung der ukrainischen Energieinfrastruktur durch russische Angriffe zwingt Millionen Menschen bei zweistelligen Minusgraden in einen lebensbedrohlichen Ausnahmezustand ohne Heizung, Wasser und Licht. Während Techniker in ununterbrochenen Schichten an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeiten, behilft sich die Zivilpopulation mit Wärmezelten, Schlafsäcken und provisorischen Heizmethoden, um den Alltag unter ständigem Luftalarm zu bewältigen. Der Osteuropa-Experte Karl Schlögel ordnet diese Situation als psychologischen Abnutzungskrieg ein, mit dem Wladimir Putin den gesellschaftlichen Widerstand brechen will. Die Aufrechterhaltung der westlichen Unterstützung ist dabei essenziell für die ukrainische Moral, während in Russland die staatliche Propaganda den Konflikt fälschlicherweise als Fortsetzung des Zweiten Weltkriegs verklärt. Trotz diplomatischer Vorstöße setzt der Kreml auf Zeit und lehnt Verhandlungen ab, wobei Schlögel die Gefahr einer erneuten russischen Fehlkalkulation betont, sollte der ukrainische Verteidigungswille und die internationale Solidarität stabil bleiben.
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