Der globale Batteriemarkt für Elektroautos wird zunehmend von chinesischen Unternehmen wie CATL dominiert, während europäische Großprojekte wie Northvolt mit Produktionsschwierigkeiten und Insolvenzen kämpfen. Der Erfolg von CATL basiert auf einer Kombination aus langfristiger staatlicher Industriepolitik, massiven Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie der gezielten Ausbildung von Fachkräften im Bereich Elektrochemie. Während westliche Hersteller lange Zeit an traditionellen Antriebstechnologien festhielten, nutzte China den heimischen Markt und staatliche Kaufanreize, um Skaleneffekte und technologische Vorsprünge zu erzielen. Die Kosten für Lithium-Batterien sanken dabei von über 1.000 US-Dollar pro Kilowattstunde im Jahr 2008 auf heute etwa 115 US-Dollar. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, erfordert der Aufbau einer europäischen Batterieproduktion neben einer konsequenten Doppelstrategie aus Kooperationen und eigener Innovation vor allem einen langen Atem und eine Abkehr von zu schnellen, risikoreichen Skalierungsversuchen.
Sign in to continue reading, translating and more.
Continue