In diesem Gespräch mit dem Philosophen Stefan Braun geht es um die Frage, wie Gesellschaften angesichts disruptiver Veränderungen und einer zunehmend von Technologie geprägten Zukunft welterfahren entwickelt werden können. Braun stellt die herkömmliche lineare Zeitvorstellung in Frage und argumentiert, dass die Zukunft nicht als eine Reihe von vor uns liegenden Ereignissen betrachtet werden sollte, sondern als eine Dimension der Gegenwart selbst, ähnlich wie die Erinnerung an die Vergangenheit. Er plädiert dafür, die ontologische Frage nach dem "Was" der Dinge fallen zu lassen, um sich dem offenen, unkalkulierbaren Charakter der Zukunft zu stellen. Dabei wird die Bedeutung der "Erste-Person-Perspektive" hervorgehoben, die als synthetisierende Kraft in einer Welt dient, die zunehmend von Daten und Vernetzung geprägt ist. Abschließend wird diskutiert, wie Schule sich verändern muss, um Schüler auf diese neue Realität vorzubereiten, indem sie sich technischen neuronalen Netzen öffnet und Formate wie imaginäre Körperreisen integriert.
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