Die Vorlesung befasst sich mit der Frage, inwieweit die Systemtheorie in der aktuellen soziologischen Forschung relevant ist, angesichts einer tiefgreifenden Theoriekrise in der Soziologie. Es wird untersucht, wie die Soziologie bisher mit systemtheoretischen Ansätzen gearbeitet hat und welche Grenzen dabei erreicht wurden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Strukturfunktionalismus der 40er und 50er Jahre, insbesondere in den USA, und dessen Schwächen, wie unklare Bestandskriterien und ideologische Kritik. Die Vorlesung analysiert Talcott Parsons' Werk, insbesondere seine These "Action is System", und seine Theorie der vier Funktionen (AGIL-Schema), um eine eigenständige Version der Systemtheorie zu entwickeln, die Handlung und System integriert. Abschließend wird Parsons' Theorie-Technik der Kreuztabellierung als ein Mittel zur Erreichung von Vollständigkeit und Universalität der Theorie dargestellt.
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