Niklas Luhmanns Vorlesung erörtert die Entwicklung und Grenzen der allgemeinen Systemtheorie in den 1950er und 1960er Jahren. Er kritisiert, dass trotz vielversprechender Ansätze wie Gleichgewichtstheorien, offenen Systemen und Kybernetik, die Frage nach der eigentlichen Definition eines Systems unbeantwortet blieb. Luhmann betont, dass frühe Systemtheorien oft den Beobachter als extern betrachteten, was jedoch problematisch ist, da Beobachter immer durch ihre eigene physikalische, biologische oder soziale Konditionierung beeinflusst werden. Er schlägt vor, die Systemtheorie solle sich darauf konzentrieren, wie Systeme die Differenz zwischen sich und ihrer Umwelt erzeugen und reproduzieren, sowie auf die internen Operationen, die dies ermöglichen. Luhmann verweist auf Denker wie Gotthard Günther, Humberto Maturana und George Spencer Brown, die wichtige Beiträge zur Theorie beobachtender Systeme geleistet haben.
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