Niklas Luhmanns Vorlesung beginnt mit der Frage nach dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, einem klassischen Thema seit dem 18. Jahrhundert. Erörtert wird, wie sich der Begriff des Individuums gewandelt hat und wie die Soziologie mit der Spannung zwischen Individualität und gesellschaftlichen Strukturen umgeht. Luhmann kritisiert den Handlungsbegriff als Verleimungsfunktion zwischen Individuum und Gesellschaft und argumentiert, dass die Systemtheorie eine neue Perspektive bietet, indem sie den Menschen als Teil der Umwelt des sozialen Systems betrachtet. Er analysiert den Begriff der Emergenz und die Schwierigkeiten, Individuen und Gesellschaft zu kombinieren, wobei er auf den Aufsatz von Will Martens eingeht. Abschließend diskutiert Luhmann den Begriff der Interpenetration und wie Systeme auf die Komplexitätsleistungen ihrer Umwelt reagieren, wobei er die Paradoxie betont, dass das Abwesende präsent ist.
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