Diese Podcast-Folge untersucht den oft fehlenden Wertschöpfungsbezug in der systemischen Beratung und Organisationsentwicklung. Mark Poppenborg, der Gast, argumentiert, dass Systemiker*innen manchmal die Verbindung zwischen theoretischen Konzepten und der realen Wertschöpfung in Unternehmen vernachlässigen. Er unterscheidet zwischen "echter Arbeit," die direkt zum Unternehmenszweck beiträgt, und "Beschäftigung," die durch ineffiziente Prozesse oder bürokratische Hürden entsteht. Poppenborg führt die Unterscheidung zwischen "blauen" (komplizierten, steuerbaren) und "roten" (komplexen, nicht-steuerbaren) Prozessen ein, um zu zeigen, wie unterschiedliche Management-Ansätze für verschiedene Problemtypen benötigt werden. Als Beispiel nennt er die Herausforderungen asymmetrischer Schnittstellen, insbesondere bei der Auslagerung von Kernleistungen an externe Dienstleister, die zu Konflikten und Ineffizienzen führen können. Die Folge betont die Bedeutung der Systemtheorie als Werkzeug, nicht als starres Rezept, und plädiert für ein differenzierteres Denken, das sowohl die Systemdynamiken als auch die individuellen Beiträge der Mitarbeiter*innen berücksichtigt. Dies bedeutet für Unternehmen, dass eine bewusste Unterscheidung zwischen "echter Arbeit" und "Beschäftigung" zu effizienteren Prozessen und höherer Mitarbeiterzufriedenheit führen kann.
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